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Die Geschichte hinter leben.mit.ms

Aus vielen unsichtbaren Kämpfen wurde eine Stimme. Aus dieser Stimme wurde ein Projekt.

Ich bin Dominic. Meine Geschichte mit unsichtbaren Belastungen begann lange vor der Diagnose Multiple Sklerose. Depressionen, Angst, traumatische Erfahrungen und später die MS haben meinen Blick auf Gesundheit, Selbstständigkeit und Zukunft geprägt. leben.mit.ms entstand aus dem Wunsch, Erfahrungen sichtbar zu machen, die von außen oft niemand erkennt.

Nicht jede Krankheit ist sichtbar. Nicht jede Belastung lässt sich in wenigen Worten erklären. Aber jede Erfahrung verdient es, ernst genommen zu werden.

Wo meine Geschichte beginnt

Unsichtbare Belastungen begleiteten mich lange vor der MS.

Meine Geschichte begann nicht erst mit der Diagnose Multiple Sklerose. Bereits im Jahr 2008 wurden bei mir erstmals Depressionen bestätigt. In dieser Zeit war ich auch stationär in einer Klinik.

Schon damals lernte ich, dass ein Mensch nach außen ruhig oder funktionsfähig wirken kann, obwohl es innerlich ganz anders aussieht. Psychische Erkrankungen sind für andere häufig nicht sichtbar. Trotzdem können sie den Alltag, Beziehungen, Entscheidungen und den Blick auf die eigene Zukunft tiefgreifend beeinflussen.

Im Jahr 2014 wurde ich Opfer eines Überfalls. Dieses Erlebnis war ein tiefer Einschnitt und hat meine psychische Stabilität nachhaltig verändert.

In den folgenden Jahren prägten Depressionen, Angst- und Panikstörungen, soziale Ängste und eine posttraumatische Belastungsstörung mein Leben. Es gab Behandlungen, schwierige Phasen und immer wieder den Versuch, trotz allem weiterzumachen.

Ich kannte das Gefühl, einen unsichtbaren Kampf zu führen, lange bevor Multiple Sklerose Teil meines Lebens wurde.

Im Jahr 2025 führten sehr starke Panikattacken erneut zu einer Klinikeinweisung. Im Rahmen weiterer Untersuchungen folgten unter anderem MRT- und Liquoruntersuchungen. Schließlich erhielt ich die Diagnose Multiple Sklerose.

Mit dieser Diagnose begann ein neuer Abschnitt. Zu den psychischen Belastungen kamen körperliche Symptome, neurologische Unsicherheit und die Frage, wie mein weiteres Leben aussehen würde. Gleichzeitig bekamen einige Beschwerden plötzlich einen Zusammenhang, der vorher nicht erkannt worden war.

Psychische Erkrankungen und Multiple Sklerose sind nicht dasselbe. Doch beide haben mir gezeigt, wie viel ein Mensch mit sich tragen kann, ohne dass andere es ihm ansehen.

Was andere häufig nicht sehen

Die größten Belastungen sind nicht immer sichtbar.

Multiple Sklerose kann sich auf sehr unterschiedliche Weise zeigen. Manche Einschränkungen sind für andere erkennbar. Viele bleiben jedoch unsichtbar: Fatigue, Konzentrationsprobleme, Reizüberflutung, Taubheitsgefühle, Schmerzen oder die plötzliche Erschöpfung nach scheinbar kleinen Aufgaben.

Von außen kann ein Mensch ruhig, gesund oder belastbar wirken, während im Inneren längst alle Reserven aufgebraucht sind. Genau dieser Unterschied führt oft dazu, dass Betroffene ihre Grenzen erklären, beweisen oder rechtfertigen sollen.

Die Erfahrungen aus den Jahren vor der MS-Diagnose haben mir bereits gezeigt, wie viele Belastungen für andere unsichtbar bleiben können. Mit der MS kamen weitere Beschwerden hinzu, die man mir ebenfalls nicht immer ansieht.

Dadurch wurde mir noch deutlicher: Es geht nicht nur um eine einzelne Diagnose. Es geht um all das, was Menschen mit sich tragen, ohne dass andere es sofort erkennen können.

Warum ich angefangen habe zu sprechen

Aus persönlicher Erfahrung wurde Aufklärung.

Irgendwann entstand der Wunsch, nicht mehr nur für mich selbst nach Worten zu suchen. Ich begann, über soziale Medien offen über Multiple Sklerose, Fatigue, unsichtbare Symptome und die emotionalen Folgen einer chronischen Erkrankung zu sprechen.

Dabei merkte ich schnell, wie viele Menschen ähnliche Erfahrungen machen: Menschen, die sich unverstanden fühlen. Menschen, die für ihre Pausen, Absagen oder Grenzen immer wieder Erklärungen liefern müssen. Menschen, die erleichtert sind, wenn jemand ausspricht, was sie selbst nur schwer beschreiben können.

Diese Rückmeldungen haben mir gezeigt, dass ehrliche Aufklärung mehr sein kann als reine Information. Sie kann das Gefühl geben, mit einer Erfahrung nicht allein zu sein.

2008

Erste bestätigte Depressionen

Die ersten diagnostizierten Depressionen und ein Klinikaufenthalt markieren den Beginn einer langen Auseinandersetzung mit psychischen und unsichtbaren Belastungen.

2014

Ein tiefer Einschnitt

Ein Überfall verändert mein Leben nachhaltig. In den folgenden Jahren nehmen Angst, Panik, soziale Ängste und traumatische Belastungen immer mehr Raum ein.

2025

Die Diagnose Multiple Sklerose

Nach einer Klinikeinweisung und weiteren Untersuchungen wird Multiple Sklerose diagnostiziert. Ein neuer Abschnitt voller medizinischer und persönlicher Fragen beginnt.

Danach

Offen über Erfahrungen sprechen

Ich beginne, meine Erfahrungen mit MS, Fatigue, psychischen Belastungen und unsichtbaren Symptomen zu teilen.

Heute

Aufklärung, Wissen und Kleidung mit Bedeutung

Aus persönlichen Erfahrungen entstehen Social-Media-Beiträge, ausführliche Blogartikel, ein Wissensquiz und Designs, die unsichtbare Belastungen sichtbar machen.

Warum ausgerechnet Kleidung?

Weil eine Botschaft nicht immer laut sein muss.

Kleidung begleitet uns im Alltag. Sie kann schlicht sein, persönlich wirken oder etwas ausdrücken, ohne dass man jedes Mal ein langes Gespräch beginnen muss.

Genau daraus entstand die Idee, Designs zu entwickeln, die mehr sind als Dekoration. Manche Botschaften sind direkt. Andere erschließen sich erst auf den zweiten Blick. Gemeinsam haben sie, dass sie Erfahrungen sichtbar machen, die sonst häufig im Verborgenen bleiben.

Es geht dabei nicht darum, Krankheit zur gesamten Identität zu machen. Es geht darum, sichtbar zu machen, was zu vielen Lebensgeschichten gehört – und trotzdem oft übersehen wird.

Die Kleidung richtet sich an Betroffene, aber ebenso an Angehörige, Freunde und Unterstützer. An Menschen, die sich wiedererkennen. Und an Menschen, die zeigen möchten, dass Verständnis, Mitgefühl und Sichtbarkeit wichtig sind.

Was heute daraus geworden ist

leben.mit.ms verbindet drei Seiten derselben Idee.

Das Projekt besteht heute nicht nur aus Kleidung. Die verschiedenen Bereiche ergänzen sich und verfolgen denselben Grundgedanken: Erfahrungen verständlich machen und Menschen nicht auf das reduzieren, was von außen sichtbar ist.

01 · Aufklärung

Der MS-Blog

Ausführliche und verständliche Artikel über Symptome, Diagnose, Alltag, Schübe und Unterstützung.

Zum Blog
02 · Wissen

Das MS-Wissensquiz

Wissen spielerisch prüfen und dabei wichtige Grundlagen über Multiple Sklerose kennenlernen.

Zum Wissensquiz
03 · Sichtbarkeit

Kleidung mit Bedeutung

Statements, Silent Messages und reduzierte Designs über unsichtbare Belastungen und chronische Erkrankungen.

Produkte entdecken

Wofür leben.mit.ms steht

Drei Werte tragen das gesamte Projekt.

Die Inhalte und Designs sollen nicht dramatisieren und nichts beschönigen. Sie sollen ehrlich zeigen, wie unterschiedlich ein Leben mit chronischen oder psychischen Belastungen aussehen kann.

01

Sichtbarkeit

Unsichtbare Symptome und Belastungen verdienen Aufmerksamkeit, auch wenn man sie einem Menschen nicht ansehen kann.

02

Verständnis

Menschen brauchen nicht immer einen Ratschlag. Manchmal brauchen sie jemanden, der zuhört und ihnen glaubt.

03

Ehrlichkeit

Es gibt gute und schlechte Tage. Beides darf sichtbar sein, ohne Druck, Rechtfertigung oder künstliches Positivdenken.

Danke, dass du hier bist

Hinter jedem Menschen steckt eine Geschichte, die man nicht auf den ersten Blick sieht.

Ich weiß nicht, wohin sich leben.mit.ms noch entwickeln wird. Aber ich weiß, warum dieses Projekt entstanden ist: damit Erfahrungen nicht unsichtbar bleiben und Menschen sich mit ihren Grenzen, Ängsten und kleinen Fortschritten weniger allein fühlen.

Wenn ein Beitrag jemandem hilft, die eigene Erkrankung besser zu verstehen, ein Design ein Gespräch auslöst oder ein Angehöriger beginnt, genauer zuzuhören, dann erfüllt das Projekt seinen Zweck.

Vielen Dank, dass du hier bist und diesen Weg mitträgst. 🤍

Dominic
Gründer von leben.mit.ms